Irgendwie war ich schon immer ein bisschen anders.

Während andere Mädchen ihre Barbie heiraten ließen und Familie spielten, führt meine Barbie einen eigenen Reiterhof. Später dann, als die meisten in meinem Alter den Schwerpunkt ihrer Freizeitgestaltung auf Partys mit Alkoholräuschen verlagerten, war ich damit beschäftigt, Jugendfreizeiten auszuarbeiten und durchzuführen, um Mädchen zu mehr Selbstbewusstsein zu verhelfen.

Nach der Schule war für mich klar, ich muss weg! Raus aus Deutschland! Ich hatte das Gefühl, in einem viel zu engen Korsett zu stecken und keine Luft mehr zu bekommen. Wie ein Tiger in einem Käfig tigerte ich innerlich auf und ab und spürte den Hunger nach Freiheit. Danach, dass es mehr geben musste, als uns unsere Gesellschaft hier als „normal“ suggeriert. Und so entschied ich mich, ein freiwilliges soziales Jahr im Ausland zu machen. Ich hatte zwei Möglichkeiten in der engeren Auswahl. Entweder in die Dominikanische Republik zu gehen, dort hatte man bereits ein erprobtes Konzept und gute Strukturen für die Mitarbeit in sozialen Projekten. Oder ich könnte nach Chile gehen. war man zu der Zeit am überlegen, ein soziales Jahr anzubieten und ich wäre quasi die Testperson. Heißt es gab noch keine Strukturen, keine Kooperationen oder Erfahrungen.

Die Entscheidung war für mich schnell getroffen. Ich sagte für Chile zu. Meine Eltern sprangen innerlich im Viereck – ihre 19jährige Tochter, aufgewachsen in einem 800-Seelen-Dorf im Schwarzwald wollte mutterseelenalleine nach Santiago de Chile mit mehr als  Fünfmillionen Einwohnern, quasi ohne Sprachkenntnisse und ohne Vorerfahrung der Institution vor Ort. Aber trotz ihrer Sorgen und Zweifel schafften sie es, mich dabei zu unterstützen, diesen Weg zu gehen. 

Dieses Jahr veränderte mich für immer. Ich tauchte ein in ein völlig anderes Leben, in eine völlig andere Kultur. Ich sah, wie wenig Menschen brauchen, um wirklich glücklich zu sein und von innen heraus zu strahlen. Ich arbeitete unter anderem mit Straßenkindern, die ihr Überleben von Tag zu Tag bestritten, die oft nicht wussten, wo sie am nächsten Tag etwas zu essen bekamen oder wo sie eine sichere Übernachtungsmöglichkeit finden würden. Ich erlebte, mit wie viel Lebensfreude andere Kulturen ihren Tag füllen und das, obwohl sie in unseren Augen alles Recht hätten, zu jammern und zu wehklagen (im Gegensatz zu den Verhältnissen, die ich dort zum Teil selbst erlebte sind selbst die einfachsten Verhältnisse in Deutschland noch unglaublich luxuriös). Und ich lernte, wie viel man für sich und für andere Menschen erreichen kann, wenn man die Verantwortung für sein Leben übernimmt. Ich lernte, für das einzustehen, was mir wichtig ist. Da es dort noch keine etablierten Strukturen gab, war vieles geprägt von Improvisation und ausprobieren. Und dadurch, dass ich mich aktiv daran beteiligte und nicht darauf wartete, dass eine Institution alles für mich erledigte, wurde es für mich zu einem unvergesslichen Teil meines Lebens. Ich lernte unglaublich tolle, inspirierende Menschen kennen, meisterte Situationen, die durchaus kritisch waren und erkannte, wie intensiv das Leben sein kann, wenn wir uns trauen, es uns selbst zu erlauben und unseren Träumen zu folgen.

Dieses Jahr mit all seinen Erlebnissen bestärkte mich in meinem Wunsch, Menschen dabei zu unterstützen, ihren Weg zu gehen. Ihre Stärken zu erkennen und ihre Träume Wirklichkeit werden zu lassen. War der Weg für mich immer einfach? Nein, bei weitem nicht. Manchmal frage ich mich auch heute noch, warum ich nicht einfach sein kann wieso viele andere Menschen. Warum ich nicht einfach der Masse folgen kann und mich in der Mittelmäßigkeit einrichten kann. Manchmal erscheint es mir so viel leichter, wenn ich mich dafür entscheiden würde, ein „normales“ Leben zu führen.

Vielleicht fehlt mir aber einfach das Gen, um ein „normales“ Leben zu führen. In der systemischen Ausbildung, die ich nach meinem Studium absolvierte, war auch ein großer Teil Biografiearbeit. Damals, als ich mich intensiv mit meinem „Stammbaum“ befasste wurde mir bewusst, wie viele Singles es schon früher in meiner Familie gegeben hatte. Etwas, was für diese Generationen eher untypisch war. Und auch meine Eltern waren nicht so wie die Eltern meiner FreundInnen, die implizit immer die Erwartung hatten, dass ihre Kinder heiraten und eine Familie gründen sollten, damit sie endlich Enkel bekommen. Meine Eltern ließen mir die Freiheit, meinen Weg zu gehen. Wie auch immer dieser aussah. Meine Mutter ermutigte mich, selbstbewusst und unabhängig mein Leben zu gestalten. 

Ich bin meinen Eltern so unglaublich dankbar, dass sie mich in der Freiheit erzogen haben, dass egal welchen Weg ich wähle, sowohl beruflich wie auch privat, jeder Weg richtig ist, solange sich dies für mich so anfühlt. Denn dadurch konnte ich frei entscheiden.

Ich liebe mein Leben. Ich habe diesen unbändigen Drang nach Freiheit in mir. Ich bin nicht die klassische Frau, die ihr Leben, ihre Träume, ihr Selbst zurückstellt und dem Mann den Rücken freihält oder sich gesellschaftlichen Regeln und „das hat man aber so zu tun“-Normativen unterwirft. Ich will mein Leben leben!

Mein Leben heute ist so intensiv, so voll und so bunt, weil ich keine Kompromisse eingehen und weiß, dass ich allein für mich und mein Leben verantwortlich bin.

Ich liebe mein Leben, wie es aktuell ist. Ich liebe meine Freiheit und meine Unabhängigkeit. Ich liebe es, jeden Tag intensiv zu leben und das Maximum aus ihm herauszuholen.

Und ich möchte andere dabei unterstützen, das auch von ihrem Leben sagen zu können. Rauszukommen aus der Erwartungshaltung der Gesellschaft, aus Anforderungen, die Du denkst, erfüllen zu müssen. Aus der Hoffnung, dass andere (sei es der Partner, die Kinder, der Chef, die Arbeit, die Freunde etc.) dafür sorgen werden, dass Du glücklich bist. Lebe Deine Unabhängigkeit! Baue Dir ein strahlendes, buntes und selbstbewusstes Leben auf. Du alleine bist für Dein Glück verantwortlich! Kein Mensch auf dieser Welt kann Dich glücklich machen. Nur Du alleine bist dazu in der Lage! Auf Dich selbst kannst Du Dich immer verlassen. Und auf diesem Weg möchte ich Dich gerne begleiten. Ich helfe Dir dabei, Dir Dein unabhängiges und selbstbewusstes Leben aufzubauen und das Strahlen in Dein Leben zu bringen. Ich zeige Dir, wie Du den Mut und das Selbstvertrauen bekommst, Dein Leben in ein buntes Feuerwerk zu verwandeln.